#taz Journalist Nicholas Potter:
„Ich habe es im Buch das Vietnam der Gen Z genannt. Der Gazakrieg ist das zentrale Moment der Politisierung. Es ist gut, wenn brutale Kriege Menschen politisieren. Im Zuge des Vietnamkriegs hat das auch zu einer großen Antikriegsbewegung geführt. Es gibt aber damals wie heute einen verkürzten Antiimperialismus, der die Welt sauber in zwei Blöcke trennt, und eine Faszination für die Waffengewalt sogenannter 'Befreiungsbewegungen'. Das zeigt sich im Moment am Iran-Diskurs. Iran soll die antiimperialistische Seite sein, während der Krieg der Vereinigten Staaten und Israels imperialistisch ist. Iran jegliche imperialistische Ambition abzusprechen, ist absurd.“
