"Antifaschismus muss antimilitaristisch sein."
Je umfassender die Militarisierung der Gesellschaft, desto weniger wird sie zum Gegenstand kritischer Intervention. Dabei erweist sich die Tauglichkeit des Einschwörens auf den äußeren Feind zum autoritären Staatsumbau jeden Tag aufs neue - striktere Polizeigesetze, brutaleres Vorgehen gegen missliebige Demonstrant:innen etwa der palästinasolidarischen Bewegung, massive Erweiterung der informationstechnischen Surveillance, Aushöhlung demokratischer Grundrechte auf Ebene der EU wie BRD wie etwa bei der Sperrung von Bankkonten linker Aktivist:innen, Wiedereinführung des militärischen Zwangsdienstes, frontaler Angriff auf verbliebene sozialstaatliche Garantien ...
Insbesondere die Grünen, einst als Alternative zur revolutionären Linken gestartet, haben sich auf ganzer Linie als Verfechter:innen des Militärstaates und seiner Kriegswirtschaft erwiesen, mit der das Heil eines neuen Akkumulationsregimes inszeniert wird, dass den Tod von Anfang an in sich trägt, während Die Linke hin und her gerissen ist zwischen antimilitaristischer Fundamentalopposition und opportunistischen Zugeständnissen an den Burgfrieden mit Union und SPD.
Der AfD konnten antifaschistische Mobilisierungen kaum gefährlich werden, insbesondere wenn sie sich in Allianz mit Kriegsparteien befanden - die nationalchauvinistische Rechte hat es geschafft, ihre nationalistische Kriegspolitik hinter einem Friedensmäntelchen zu verbergen - Russlands Ethnonationalismus passt ihr bestens ins Konzept, daher kann sie sich als oppositionell inszenieren, ohne es zu sein ...
Was bleibt ist eine antikapitalistische Opposition, deren antimilitaristische Haltung alle Unterstützung verdient - wenn die Menschen merken, dass der Krieg das eigene Leben bedroht, könnten doch noch einmal radikale Gegenkräfte wach werden
#NATO #Krieg #Militarismus #RheinmetallEntwaffnen
https://jacobin.de/artikel/kriegstuechtigkeit-sombart-juenger-mann-faschismus